Unsere Wasserwacht hat eine Initiative unter den Wasserrettungsorganisationen im Rhein-Kreis Neuss gestartet. Gemeinsam mit der Feuerwehr Neuss und der DLRG Ortsgruppe Stadt Neuss e.V. wurde ein Flyer entworfen: die „Rote Karte“ für alle, die ihr Leben leichtsinnig beim Schwimmen im Rhein und in unbewachten Gewässern riskieren. Die Aktion wird von den Stadtwerken Neuss unterstützt. Die Flyer werden von den beteiligten Organisationen und dem Ordnungsamt der Stadt Neuss verteilt.

Auf der Rückseite des Flyers wird darauf hingewiesen, dass Schwimmen und Planschen im Rhein und in unbewachten Gewässern eine lebensgefährliche Erfrischung sein kann. Es werden auch Empfehlungen ausgesprochen: „Schwimmen ausschließlich in bewachten Gewässern“ und „Sonnen & Chillen am Ufer mit Sicherheitsabstand zum Wasser“, aber auch „Kinder niemals unbeaufsichtigt am Ufer spielen lassen“ und „Nicht im Uferbereich planschen, auch nicht, wenn es nur knöcheltief ist“.

Leider sieht unsere Wasserwacht immer wieder das Gegenteil: Menschen schwimmen im Rhein und Kinder planschen unbeaufsichtigt im Wasser. An warmen Tagen gleichen die Rheinufer einem Freibad. Der Preis für diese Erfrischung ist jedoch hoch, denn zu oft kostet er Badende das Leben. Am vergangenen Sonntag erst hat die Wasserwacht an mehreren vollen Rheinstränden mit ihrem Rettungsboot angelandet und mit den Menschen am Ufer gesprochen. Einige konnten überzeugt werden, das Wasser zu verlassen. Die meisten jedoch ignorieren die Warnungen. Zwei Stunden später ist es dann wieder passiert: ein junger Mann wurde von einer plötzlich aufgetretenen Unterströmung erfasst und von seinen Freunden weggezogen. Seine Leiche wurde erst zwei Tage später gefunden. Dieses Beispiel zeigt erneut mehr als deutlich, wie gefährlich der Badespaß im Rhein ist. Unsere Wasserwacht setzt ihre Aufklärungsarbeit fort, um möglichst vielen Menschen dieses Schicksal zu ersparen.

Hier finden Sie einen Bericht der WDR Lokalzeit Düsseldorf: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-duesseldorf/video-badetoter-trotz-warnungen-100.html